Karlskron







Geographie

Karlskron ist die östlichste Gemeinde des Landkreises Neuburg/Donau und liegt in der Planungsregion Ingolstadt. Sie besteht aus den Gemeindeteilen Karlskron, Karlsruh, Josephenburg, Fruchtheim, Pobenhausen, Aschelsried, Adelshausen, Mändlfeld, Grillheim, Deubling, Bofzheim, Probfeld, Walding, Brautlach und Wintersoln.

Geschichte

Karlskron wurde Ende des 18. Jahrhunderts als erste der Kolonistensiedlungen im Donaumoos gegründet. Die ersten Häuser entstanden ab 1791 entlang der neu erbauten Moosstraße von Reichertshofen nach Lichtenau. Angelehnt an den Kurfürsten Karl Theodor erhielt die Kolonie den Namen Karlskron. Der Kurfürst nahm am 26. Mai 1794 den Fortschritt der Mooskolonisation persönlich in Augenschein, woran eine Gedenktafel am heutigen Rathaus erinnert. Dieses älteste Gebäude in Karlskron war zuerst Moosgericht, dann Sitz des Hofmarksherrn Franz Seraph Grill, 120 Jahre Kloster der Armen Schulschwestern und ist seit 1973 Sitz der Gemeindeverwaltung.

Gemeindliche Einrichtungen

Grund- und Mittelschule
Eine Grund- und Mittelschule mit 15 Klassen (Stand 1990/91). Zum Schulverband Karlskron gehört auch die Gemeinde Weichering.
Weiterführende Schulen, Gymnasium (G), Realschule (R), Wirtschaftsschule (W), die von Karlskroner Schülern besucht werden, befinden sich in Ingolstadt (G,R,W) Manching (R), Neuburg (G,W) und Schrobenhausen (G,R).

Kindergarten
Der Kindergarten St. Josef und der Kindergartenneubau (Holzbau) liegen zwischen dem Rathaus und der Grund- und Mittelschule. Es bestehen sechs Gruppen mit je 25 Kindern.

Gewerbe

Handwerk
1 Straßenbau- und Bitumenmischwerk
1 Möbel- und Innenausbaubetrieb
2 Bauschreinereien
4 Baugeschäfte
2 Zimmereien
1 Malerbetrieb
1 Heizungsbaufirma
1 Spenglerei
2 Kfz-Werkstätten
1 Schmiede
1 Gärtnerei

Handel
1 Metzgerei
1 Bäckerei
1 Lebensmittelgeschäft
1 Getränkevertrieb
1 Blumengeschäft
1 Tankstelle
1 Hydraulik-Großhandel
2 Bauträgerfirmen
2 Viehhandel
1 Landesproduktenhandlung

Dienstleistungsbetriebe
2 Banken, Versicherungsagenturen
1 Friseurgeschäft
5 Kfz-Handel mit Reparatur
2 Gerüstbaubetriebe
2 Gartengestaltungsbetrieb
7 Gaststätten
1 Hendlbraterei

Wappen

Unter silbernem Schildhaupt, darin nebeneinander drei grüne Kleeblätter, in Schwarz ein wachsender, rot bewehrter goldener Löwe, der mit seinen Vorderpranken eine goldene Krone hält. Wappengeschichte.

Die drei Kleeblätter im Schildhaupt versinnbildlichen die Landwirtschaft als früher bedeutendsten Wirtschaftszweig. Der in den pfälzischen Farben ausgeführte goldene Löwe im schwarzen Feld wurde in geminderter Form aus dem Wappen der wittelsbachischen Landesherren übernommen. Das Straßendorf Karlskron entstand ab 1790 während der Regierungszeit von Kurfürst Karl Theodor durch systematische Kultivierung des Donaumooses. Ein Großteil der ersten Kolonisten stammte aus der Rheinpfalz. Der Ortsname Karlskron bezieht sich auf Kurfürst Karl Theodor, der die Besiedlung und landwirtschaftliche Nutzung des Donaumooses förderte. An seinen Besuch in Karlskron im Jahr 1794 erinnert eine Gedenktafel am Rathaus. Die Krone in den Pranken des Löwen redet für den zweiten Teil des Gemeindenamens.

Wappenführung seit: 1972 Rechtsgrundlage: Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Schwaben Beleg: Schreiben der Regierung von Schwaben vom 24. März 1972 Elemente aus Familienwappen: Wittelsbacher